„Jetzt können Herr OB Voigt und die anderen Fraktionen zeigen, daß Sie Interessensvertreter der Bürger sind.”
Okt 28th, 2009„Die Stadträte der Großen Kreisstadt Zittau können nun zeigen, wie sie es mit der Beteiligung für die eigene Bevölkerung halten”, so Antje Hiekisch (NPD).
Die Menschen werden älter. Das ist die gute Seite. Doch gleichzeitig nehmen die körperlichen Gebrechen nur zu oft zu. Aber es sind immer weniger Familien, die sich aufgrund der wirtschaftspolitischen Katastrophe um ihre Angehörigen kümmern können. „Neben der gesellschaftspolitischen Entwicklung, die den Menschen zum Produktionsfaktor degradiert, der immer und überall zu funktionieren hat - Stichwort: Globalisierung -, bleiben die Senioren und Behinderte auf der Strecke. Dem sollte, erst recht nach der letzten Stadtratssitzung, nun nichts entgegenstehen.”
„Senioren und Behinderte integrieren - Interessensvertretung schaffen”, so lautet der jüngste Antrag. Konkret geht es um die Errichtung eines Senioren- und Behindertenbeirates, der sich einerseits als Vertretung versteht, andererseits aber auch in die Vorbereitungen der Senioren-EM im Jahr 2012 in Zittau involviert wird. Doch dieser Beirat kann mehr: So regt die NPD im Stadtrat der Großen Kreisstadt Zittau an, daß damit ein Signal ausgeht, daß Niederschlesien und die Oberlausitz nach der Sächsischen Schweiz als Urlaubsregion der Arbeitsgemeinschaft „Barrierefreie Reiseziele in Deutschland” beitritt. Ein wichtiger Schritt, um die touristische Attraktivität deutlich aufzuwerten.
„Gerade der Faktor ‚Familie’ ist in den letzten zwei Jahrzehnten sträflichst vernachlässigt worden, ich meine, daß die Zersetzung politisch bewußt herbeigeführt wurde. Nur Gesellschaften ohne Wurzeln lassen sich als beliebige Masse mißbrauchen und austauschen. Eine Begleiterscheinung ist die Vereinsamung, gerade im Alter und für Behinderte. Doch diese Menschen wollen vielfach mehr. Viele Projekte können angestoßen werden, ich denke dabei an die Möglichkeiten der Mundartpflege und der Weitergabe des Brauchtums. Daneben ist es aber auch wichtig, daß bei Planung, Sanierung und Neubauten öffentlicher Bauprojekte der Beirat aktiv einbezogen werden kann, stellen doch gerade die Senioren einen wesentlichen demographischen Bestandteil unserer Stadt dar. Doch dazu bedarf es der gesellschaftlichen Integration.
Ein gewichtiger Grund ist auch die im Jahr 2012 in Zittau stattfindende Senioren-EM. Viele werden zu diesem sportlichen Ereignis kommen, doch diesen muß auch ein attraktives Umfeld geschaffen werden. Noch befinden sich die meisten Projekte in diesem Zusammenhang in Planung, offensichtlich aber ohne Einbeziehung der Zielgruppe. Doch was nutzen diese Planungen, die schönsten Bauten, wenn eine Nutzung und Nachnutzung nur eingeschränkt oder gar nicht möglich ist.
Ein weiterer gewichtiger Punkt liegt in der Erhöhung der Attraktivität unserer Heimat als Urlaubsregion. Hier gilt es, die Anstrengungen deutlich zu verstärken. Dabei müssen die Kommunen aber über den eigenen ‚Tellerrand’ hinausschauen. Ein gemeindeübergreifendes Konzept, um die Attraktivität als Tourismusregion zu erhöhen, muß erarbeitet werden. Auch hier gilt es jedoch: Integrieren statt ausgrenzen, lernen und in einen gegenseitigen Erfahrungsaustausch zu treten. Ein erster Schritt in diese Richtung kann im Beitritt zur ‚ Arbeitsgemeinschaft ‚Barrierefreie Reiseziele in Deutschland’ sein. Dazu sollte von Zittau aus der entsprechende Impuls gehen.”
Antrag „Senioren und Behinderte integrieren - Interessensvertretung schaffen” >> laden [PDF]
